Benelli-Stützpunkt Baden-Breisgau · Uwe Dieterle, Erlenbadstraße 9, 77880 Sasbach/Baden, Fon: (0 78 41) 60 67 67
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Benelli-Stützpunkt Baden-Breisgau · Uwe Dieterle, Erlenbadstraße 9, 77880 Sasbach/Baden, Fon: (0 78 41) 60 67 67
History  

Die Benelli-Historie

Es war im Jahr 1911, als die Witwe Teresa Benelli sämtliche Familienersparnisse in ein Geschäft steckte, in der Hoffnung, dies würde ihren sechs Söhnen - Guiseppe, Giovanni, Francesco, Filippo, Domenico und Antonio, genannt "Tonino" - ein sicheres Auskommen ermöglichen. Zu Beginn eine einfache Auto- und Motorradwerkstatt, war die "Benelli Garage" jedoch schon bald in der Lage, für Reparaturen benötigte Ersatzteile selbst herzustellen.

Im Jahr 1920 stellte die Werkstatt ihren ersten eigenen Motor komplett selbst her - eine 1-Zylinder, 2-Takt, 75 cm³ Maschine - der auch umgehend an einen Fahrradrahmen angepasst wurde.
 
Die Gebrüder Benelli
Tonino Benelli
  Nur ein Jahr später stellten die Benelli-Brüder ihr erstes Motorrad in Eigenfertigung her - vom 98 cm³ Motor bis hin zum Rahmen. Die beispiellose Entwicklungsarbeit und Produktion der aufstrebenden Firma wurden durch Toninos erfolgreiche Karriere im Rennsport auf einer Benelli 175 cm³ Maschine bestätigt.

1936 entschieden sich die Tüftler, Ihre über die Jahre gewonnenen Erfahrungen zu nutzen und ein 250er-Modell zu entwickeln. Eine Idee, die sich schnell als Riesenerfolg darstellte, nicht nur geschäftlich, sondern auch im Rennsport.
Trotz eines herben Rückschlages - die Benelli-Fabrik wurde während des Zweiten Weltkrieges vollständig zerstört - ließen sich die sechs Benelli-Brüder nicht unterkriegen.

Der gemeinsame Enthusiasmus und die Leidenschaft für Motorräder und den Motorsport führte kurze Zeit später zur Entwicklung der Leoncino 125, einem neuen Modell, dessen Erfolg bereits vorprogrammiert war. So ermöglichte es die Wiederauferstehung der Firma Benelli. Die Rennversion fuhr Sieg um Sieg ein.
 
Benelli Leoncino 125
Benelli Fabrik 1962
  Im Jahr 1962 übernahm Benelli die Firma Motobi. Zu dieser Zeit hatte die Motorradschmiede bereits 550 Arbeitnehmer und produzierte etwa 300 Fahrzeuge pro Tag. Ende der sechziger Jahre wurde das letzte Fahrzeug unter Regie der Eigentümer hergestellt: die Tornado 650, die die Tachonadel mit Leichtigkeit jenseits der 170 km/h katapultierte - eine schier unvorstellbare Geschwindigkeit zu jener Zeit.

Zu Beginn der siebziger Jahre wechselte Benelli zwar den Besitzer, die Entwicklung von Motorrädern mit 6-Zylinder-Motoren (750 cm³ und 900 cm³) wurde jedoch fortgesetzt. Bis sich Benelli in den frühen Achtzigern aufgrund Japanischer Konkurrenz wieder auf kleinere Motoren konzentrierte. Erst mit der Entwicklung der Tornado Limited Edition, Vorfahr und Basis der heutigen Tornado-Modellreihe, im Jahr 2001, wagte sich Benelli wieder an größere Motoren - mit Erfolg!
Seit 2004 ist Benelli mit seiner TNT-Reihe (Tornado Naked Tre) zurück im Geschäft mit Sport- und Supersportmaschinen, die fast 100 Jahre an Know-How, Erfindergeist und technische Brillanz in sich vereinen - schnell, kompromisslos, konkurrenzlos! Seit Dezember 2008 ist die Firma Karcher Generalimporteur und -distributor für Motorräder der geschichtsträchtigen Marke Benelli.